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Heinz + Beatrice Hofer

Dorfplatz 2
2565 Jens

hoferjens (at) bluewin.ch

032 331 71 53
079 224 99 81

Portät Biobetrieb Hofer

Der Biobetrieb Hofer in Jens ist einer von sechs Betrieben, die dem Vertragslandwirtschaftsprojekt soliTerre angeschlossen sind. Ein Besuch auf dem Hof von Heinz und Beatrice Hofer.

Mitten im beschaulichen Örtchen Jens im Berner Seeland, ein Stück weg von Lyss und doch noch nicht in Biel, steht der Hof von Beatrice und Heinz Hofer. 2004 haben die beiden ihn von Beatrice Vater gekauft und auf Bio umgestellt. Das war für das junge Ehepaar nichts als logisch, denn bereits 2001 hatten sie von einem Nachbarn ein Feld mit Hochstammobst übernommen, das nach biologischen Richtlinien bewirtschaftet wurde. „So sind wir mehr oder weniger in die biologische Bewirtschaftung hineingerutscht“, sagt Heinz Hofer. Das Konzept hat sie durchwegs überzeugt. „Ausserdem liegt mir dieses Giftspritzen gar nicht“, sagt Heinz Hofer.

Es ist ein nebliger Samstagnachmittag im Spätherbst, in der Küche von Hofers ist es warm, es gibt Kaffee und süssen unpasteurisierten Most von eben diesem Hochstammobst. Im und ums Haus ist es ruhig, denn Mathias und Manuela, die kleinen Kinder der Familie Hofer, sind beim Grosi am Basteln. Dort sind sie oft, weil Beatrice Hofer zu 50 Prozent als Krankenschwester arbeitet, ihre Eltern haben damals von ihr verlangt, dass sie noch einen Beruf ausserhalb der Landwirtschaft lernte – als Sicherheit.

Obschon Beatrice immer noch arbeiten geht, hat sich der Betrieb in den letzten paar Jahren entwickelt und vergrössert. 26 Kühe befinden sich im Freilaufstall, den Heinz Hofer etwa 500 Meter vom Hof entfernt gebaut hat. Von seinem Bruder hat er auch etwas Milchkontingent hinzukaufen können. Momentan baut er noch einen Unterstand für die Rinder an, auch viele Kälber gibt es, fast zu viele. „Grösser wollen wir jetzt nicht mehr werden“, sagt Beatrice Hofer. 20 Hektaren Land gehören zum Betrieb, dort befindet sich Weidegebiet für die Kühe, aber auch Getreide, Kartoffeln und Mais werden darauf angepflanzt. Und natürlich muss gejätet werden. „Am schlimmsten zum Jäten sind die Futterrüben“, sagt Beatrice Hofer. Das ist mühselige Kleinarbeit von Hand. Leichter geht es bei den Kartoffeln, wo auch maschinell gejätet wird.

Die Leidenschaft von Beatrice ist jedoch ihr Gemüseanbau, sie pflanzt auch immer wieder neue Gemüsesorten an, schaut, wie sie sich entwickeln. So sind Hofers zu einem grossen Grad Selbstversorger. Gemüse hat Beatrice Hofer bisher auch direkt ab Hof verkauft. Das Gemüse, der Salat, alles konnte von den Konsumentinnen und Konsumenten selbst geschnitten und das Geld dafür in ein Kässeli gelegt werden. Doch dann kam innerhalb von einer Nacht alles weg, Gemüse und Geld. „Das war ein riesiger Frust“, sagt Beatrice Hofer.

Die Idee der Direktvermarktung, wo sich kein Zwischenhändler und keine Zwischenhändlerin dazwischenschaltet und Margen für sich beansprucht, wollen die Hofers aber nach wie vor leben. Nicht zuletzt deshalb haben sie sich entschieden, beim Projekt soliTerre mitzumachen. „So wissen wir, wohin unsere Produkte geliefert werden“, sagen die beiden. Das sei wichtig. Und weil beide mit ihrer Arbeit bereits ausgelastet sind und keine Zeit haben, einen Stand auf dem Markt zu machen, kommt ihnen das Vertragslandwirtschaftsprojekt, wo sie eine Abnahmegarantie der Konsumentinnen und Konsumenten haben, wie gerufen. Der direkte Kontakt mit diesen soll aber dennoch zustande kommen. „Es gibt durchaus Arbeiten, bei denen sie mithelfen können“, sagt Beatrice Hofer, „etwa Äpfel ablesen oder Futterrüben jäten – da wirst du nämlich depressiv, wenn du das ganz alleine machen musst“. Auch wenn die Besucherinnen und Besucher auf dem Hof erst nicht eine grosse Hilfe sein werden: „Es geht um den Austausch“, sind sich die zwei einig. „Im Sommer könnte man auch einmal einen Brunch auf dem Hof machen“, sagt Heinz Hofer. Der Ideen sind da viele und das Projekt läuft erst an.