Informationen zu den Taschen und aus der Produktion:
Auch wenn es oft noch kalt ist und zwischendurch schneit, hat der Frühling und somit die neue Saison auf des Gemüseacker so richtig gestartet. Auf dem Radieslihof wurden vergangene Woche auf dem Lagergemüseacker Zwiebeln gesteckt: 2km, alle Reihen aneinander gerechnet! Diese Woche hat es in euren Taschen noch eine Portion Zwiebeln aus Lager von der Ernte 2025.
In den grossen (unbeheizten) Folientunnels ist es üppig grün, mit Winterkopfsalate. Spinat, Radieslis, Asiagreens, Barbarkraut, Kresse, Ruccola, Portulak und Krautstiel. Vom frischen aromatischen «Grün» hat es auch diese Woche und wohl auch die nächsten Wochen in euren Taschen. Diese Woche gibt es eine Portion Ruccola für alle und auch Portulak oder Barbarakraut.
Aus dem Freiland gibt es Frühlings-Chiccorino und Grumolo (auf der Inhaltsliste steht irrtümlicherweise Chicorino Rosso). Die Blattzichorie ist verwandt mit dem Zuckerhut, Endivie, Radicchio, Chiccorino und Chicorée. Ins Feld ausgesät wurde der Frühlings-Chiccorino Mitte Juli 2025, dann mehrmals gejätet und gehackt bis er zu einer ca. 20 cm hohen Pflanze herangewachsen ist. Im November wurden die Blätter gemäht, und die kräftigen frostharten Wurzeln gingen so in den Winter. Wenn die Tage wieder länger und wärmer werden, fängt er an Rosetten zu bilden und kann geerntet werden. Die Blattzichorie mit feinem nussigen, leicht bitterem Geschmack eignet sich gut für einen Frühlingsalat oder kann auch zusammen mit Olivenöl und Zitronensaft unter warme Pasta gemischt werden. Auf dem Foto ist das Team vom Biohof Zaugg am Grumolo ernten.
In den Grossen Taschen hat es auch Federkohltriebe vom Biohof Zaugg, die noch geerntet wurden, bevor die Federkohlpflanzen gemulcht wurden. Die Triebe sind sehr zart und einfach kurz angebraten oder gedämpft werden.
Auch Pastinaken gibt es für euch alle. Dieses Mal vom Radieslhof. Das sättigende Wurzelgemüse war während Jahrhunderten ein wichtiger Nährstofflieferant, um gesund durch Winter zu kommen. Pastinaken lassen sich wie Kartoffeln oder Rüebli zubereiten: Angebraten mit Rosmarin, gebacken im Ofen, als Püree (mit Kartoffeln), als Chips – oder wie als Suppe zusammen mit Birnen, Apfel oder Kartoffeln, oder gewürzt mit Safran. Man kann sie auch roh essen, z.B. in einem Linsensalat.
Mit der süsslichen Rübe können auch besondere Kuchen gebacken werden. Wie ein Pastinaken-Kokos-Kuchen: Dafür 2 Eier mit 100gr. Rapsöl, 60gr. Rohrzucker und 50gr.Honig aufschlagen.
250gr. Pastinake schälen und fein raspeln und mit 180gr. Dinkelmehl, 50gr. Kokosraspel, 1 Tl Backpulver, 1 Prise Salz und 0,5 Tl Vanillepulver zu den feuchten Zutaten geben. Alles kurz unterrühren. Den Teig in eine vorbereite 26er Springform geben und glattstreichen. Und im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene auf 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 40 Minuten backen. Optional ein Topping aus Frischkäse, Zitronensaft und gehackten Nüssen.
Die Kartoffeln sind festkochend, von der Sorte «Oscar». Es sind kleine Kartoffeln perfekt für Raclette oder zum Anbraten in der Pfanne.
Noch Hinweis zum Sauerkraut vom Biohof Zaugg von letzter Woche. Die Packungen waren leider falsch datiert und das Mhd. wäre laut Datum schon überschritten. Dem ist aber nicht so. Das Sauerkraut kann unbedenklich noch gegessen und geschlossen im Kühlschrank auch noch eine Weile aufbewahrt werden. Einfach wenn sich der Sack bläht, ist das fermentierte Kraut nicht mehr gut. Und wenn der Pack mal geöffnet ist. Rasch essen.

