Informationen zu den Taschen und aus der Produktion:
Die Kürbisschnitze in euren Taschen sind vom Radiesli-Hof. Es sind Schnitze von den Kürbissorten «Ungarischer Blauer» (mit bläulicher Schale) oder vom «Butternuss». Beide Sorten können mit Schale gegessen werden. Der «Ungarischer Blauer» schmeckt ein bisschen wie Kartoffeln und kann ähhnlich zubereitet werden. Z.B. dünn schneiden und wie Bratkartoffeln anbraten. Oder Kürbisspalten mit Öl beträufeln, Salzen, Pfeffern und getrocknete Kräuter (z.B. Thymian) darüber und dann im Ofen backen. Der «Butternuss» schmeckt leicht nussig und wird cremig durchs Kochen. Dieser Kürbis eignet sich gut für Suppen, Risotto oder Currys.
Im April beginnt auf dem Radiesli-Hof die Anzucht der Kürbis-Setzlinge, die dann etwa Ende Mai von den Solawi-Mitgliedern von Hand im Freiland gepflanzt werden. Über den Sommer wachsen die Kürbisfflanzen und es bilden sich aus den grossen gelben Blüten die «Kürbisfrüchte). In dieser Zeit wird das Kürbisbeet zwischendurch maschinelle gepflegt (Hackgerät am Traktor). Im Herbst, wenn die Kürbisfrüchte reif sind, ernten die Solawi-Mitglieder von Hand. Dann werden die Kürbisse geputzt (Erde entfernen) und im Naturkeller auf dem Hof eingelagert. Ab dann werden die Kürbisse im Lager regelmässig auf faulende Stellen kontrolliert. Solche mit ersten Anzeichen von faulen Stellen werden aussortiert und als Kürbisschnitze verteilt. Auch an die soliTerre-Mitglieder. Auf dem Foto seht ihr ein Radiesli-Mitglied beim Schneiden der Schnitze für die soliTerre-Taschen.
Vom Biohof Tiefmoos gibt es Rosenkohl, der nicht mit Absicht angebaut wurde, sondern nur weil Claudia und Bendict die falschen Setzlinge bekommen haben – statt den bestellten Weisskabis-Setzligen gab es Rosenkohl-Setzlinge. 🙂
Vom Biohof Zaugg gibt es Wurzelspinat – frisch geerntet bei knapp 2 Grad im Freiland. 🙂 Was ist der Unterschied zwischen Blattspinat und Wurzelspinat? Keiner. Das Gemüse wird einfach anders geerntet. Der bekanntere Blattpinat wird früher geerntet, und nur die Blätter der Pflanze. Der Wurzelspinat wird später geerntet und samt Wurzel. Deshalb hat er auch noch die langen Stiele dran (können mitgegessen werden). Der Vorteil: Der Wurzelspinat kann im Kühlschrank etwas länger aufbewahrt werden als der feinere Blattspinat. Der Spinat in euren Taschen wurde im Herbst gesät und hat nun mehrmals Frost und Kälte erlebt, daher ist der Geschmack und die Blätterstruktur sehr kräftig. Perfekt für einen Quiche.
Auch von den «Winterspargel» (Schwarzwurzeln) gibt es eine Portion. Die Schwarzwurzeln unter dem fliessenden Wasser schälen und sofort in Zitronenwasser legen, um Verfärbungen zu vermeiden. Eventuell auch mit Handschuhen arbeiten, da der Saft der Schwarzwurzeln die Haut braun färben kann. Der Rüstaufwand lohnt sich für diese nussig und leicht erdig schmeckende Delikatesse, die vielseitig zubereitet werden kann.
Von den Peterliwurzeln ist es die letzte Portion für diese Saison und die Kartoffeln sind von der festkochenden Sorte «Peter Pan».

